Wir sind zwei – und arbeiten als eins. Architektur, Handwerk, Kostümbild: unsere Sprachen, unser Werkzeug.
Wir glauben an Nähe. An die Kraft des Kollektivs. An Zusammenarbeit mit Text, Regie, Video, Musik und den Gewerken.
Wir suchen Reibung. Wir suchen Funken. Wir wollen Räume transformieren, Figuren neu erfinden, Strukturen öffnen. Wir sind nahbar. Wir sind eigenständig. Wir sind diskursiv und intuitiv zugleich.
Wir arbeiten in Stadt- und Staatstheatern. Wir arbeiten in der freien Szene. Wir arbeiten im Dazwischen.
Wir sind interessiert an komplexen Projekten, an immersiven Installationen, an die Kraft des partizipativer Prozess
Halluzinationen Maria Ursprung
Schauspielhaus Zürich
INSZENIERUNG Helge Schmidt
TEXT: Maria Ursprung
BÜHNEN- UND KOSTÜMBILD Atelier LANIKA
MUSIK Frieder Hepting
VIDEO Jonas Plümke
DRAMATURGIE David Heiligers
Es spielen: Catriona Guggenbühl, Daniel Lommatsch, Carla Richardsen, Thomas Wodianka, Frider Hepting
Interviewpartner*innen: Dr. Sarah Brüningk, Adrian Notz, Jennifer Victoria Scurrell
FOTOS: Gina Folly
PRESSESTIMMEN
"Die Beziehung zur KI wird immer intimer. Dafür nimmt die Entfremdung unter Menschen zu."
nzz, Ueli Bernays
"Auch wenn Helge Schmidts Inszenierung noch ein paar KI-Experten aus altmodischen Monitoren harte Fakten zum Thema sprechen lässt, der Kern von Ursprungs Stück ist ganz anders, wunderbar entspannend. Kein alarmistisches Geschrei darüber, wie KI unser Leben verändert und die Menschen überflüssig werden lässt, sondern eine ganz andere Erkenntnis: KI lehrt uns, unserer selbst bewusst zu werden. Über uns nachzudenken. Das Internet, und damit auch die KI, kann dir nicht sagen, wer du bist. Das kannst nur du. Und mit dieser sanften, vielleicht naiven, auf jeden Fall tröstlichen Erkenntnis geht man heim." Süddeutsche Zeitung, Egbert Tholl
«Manchmal zündet Theater ein Feuerwerk, manchmal entfaltet es seine Wirkung stiller und regt zum Nachdenken an. Bei ‹Halluzinationen› von Maria Ursprung ist eindeutig Letzteres der Fall. (...) Ein leiser Abend, der noch lange nachklingt.»
Anna Kardos, NZZ am Sonntag
PRESSESTIMMEN
Die Stimmung im Theater Lübeck: bedrückend und viele waren fassungslos. Einige Menschen im Publikum hatten Tränen in den Augen. Zwei Schauspielerinnen und drei Schauspieler schilderten mit Bildern, Zeitungsartikeln und Videos von Zeitzeugen was in der Nacht zum 18. Januar 1996 in der Hafenstraße in Lübeck passiert ist. NDR Kultur
„Zwischen Sachlichkeit und Haltung. Dass dieses Erinnern so unter die Haut geht, ist aber auch das Verdienst des Regisseurs und Autors dieses Rechercheprojekts: Helge Schmidt. Denn so ein Projekt im Glauben an die gerechte Sache kann ja schnell in wohlfeile Betroffenheitsempörung münden. Und die geradezu verschwörungsthrillerhaft verzwickte Faktenlage lädt dazu ein, sich hinter purer Dokumentation zu verstecken – und damit im haltungslosen Reality-Theater zu stranden. Doch Helge Schmidt & Team und das famoses Schauspielerensemble schaffen eine geradezu virtuose Balance zwischen faktenorientierter Sachlichkeit und ästhetischer Haltung........ Das Fanal „Hafenstraße“ markiert eine offene Wunde, die sich erst schließen wird, wenn eine Aufarbeitung doch noch möglich wird. Dass dieser Abend diese brennende Frage so klar herausstellt, macht ihn zum einem Ereignis von hoher ästhetischer und gesellschaftlicher Relevanz.“ Detlef Brandenburg, die deutsche Bühne
„Ein Abend der unter die Haut geht." Katrin Ullmann, nachtkritik
„Dieser Abend erhebt Anklage gegen die damals (nicht) Anklagenden; er macht die Perspektive von Opfern und Angehörigen stark und ihre Zweifel am für einzig wahr erklärten Tathergang; er fordert, die Sache neu aufzurollen, juristisch, aber auch politisch.“ taz, Alexander Diehl
„ ...Helge Schmidt liefert zusammen mit dem für Bühne und Kostüm zuständigen Duo Anika Marquardt und Lani Tran-Duc ein knapp zweistündiges Spektakel, das schließlich stürmisch bejubelt wird. Bei allem Humor, der Stück und Inszenierung auszeichnet, darf nicht vergessen werden, dass hier auch sehr viel Grundsätzliches verhandelt wird. Es wird der Konflikt zwischen Kunstfreiheit und Persönlichkeitsrecht angeschnitten, nach der verfassungsrechtlichen Gleichberechtigung von Frauen und Menschen mit Handicap gefragt und der große Lauschangriff als überdimensionales Ohr auf der Bühne versinnbildlicht. Zuletzt steht die Bedrohung der Judikative durch ihre Aushöhlung im Raum, wie man sie in EU-Ländern wie Ungarn und Polen beobachten kann.“ SZ, Florian Welle,
„ ... Da sieht man auf der Bühne ein übergroßes Ohr ebenso herumstehen wie es Glitterflitter regnet. Als Video-Einspieler erscheint Gott so selbstverständlich wie Interviews mit ganz irdischen Personen wie dem bayerischen Innenminister Joachim Herrmann und dem Juristen und Betreiber des „Verfassungsblogs“ Max Steinbeis. Hocken manche Artikel des Grundgesetzes bei dem guten alten Sigmund Freud in Therapie. Artikel 16a (Asylrecht) ist so ein hilfsbedürftiger Fall nach dem sogenannten Asylkompromiss von 1993. Rasant werden Kostüme gewechselt und viele Lieder gesungen – Heines Gedicht „Frieden“ beispielsweise und ganz Neues wie „Wenn ich groß bin“ von Max Czollek..... Am Ende des ebenso unterhaltsamen wie klugen Abends sollte nämlich eines klar sein: Das Grundgesetz ist eine Erfolgsgeschichte und ein Garant für Stabilität im Land, aber eben kein Selbstläufer. Es erfordert unsere stete Wachsamkeit. “ Die deutsche Bühne, Florian Welle
UNLIMITED BEAUTY peggy Gou
VOUGE, Germany
Written und directed: I AM HERE c/o Maik Schuster, Max Paschke
Production: Iconoclast Germany
Executive Producer: Nils Schwemer, Carla Marboeuf
Producer: Josephine Conen, Tim Augustin
Supervising Producer: Marino Coates-Chitty
Art Direction (VOUGE): Terza Mundliová
Styling: Stefanie Klopf
Make-Up: Yvonne Wengler
Set BUBBLE conversion: Atelier LANIKA, Costa Companie
Photography: Maik Schuster c/o I am Here
Peggy Gou, international erfolgreiche DJ und Style Icon, nimmt uns mit auf eine künstlerische Auseinandersetzung zum Thema Schönheit. Wie definiert man Schönheit im Jahr 2021, in einer Welt, in der sich so vieles darum dreht, sein perfektioniertes Selbst in den sozialen Medien zu präsentieren? Wonach streben wir?
Das Ergebnis feiert die Einzigartigkeit und stellt fest, dass ultimative Schönheit nicht durch ihre Oberfläche, durch Farben oder Formen definiert werden kann. Peggy Gous bewegtes Manifest zum Thema “Unlimited Beauty” sehen Sie im Film von Regie-Duo I AM HERE , Eindrücke vom Shoot erhalten Sie in dieser Fotostrecke und in unserer brandneuen März-Ausgabe 2021. Schönheit ist eine Geisteshaltung. Schönheit ist ein unendlicher Raum. Unlimited beauty.
conversion/nach Afganistan Costa Compagnie Theater Heidelberg, Ballhaus Ost, Doppelpass
KÜNSTLERISCHE LEITUNG / TEXT / PERFORMANCE: Felix Meyer-Christian
CHOREOGRAPHIE & TANZ: Jascha Viehstädt
TANZ / PERFORMANCE: Hauke Heumann, Toni Jessen, Frank Koenen, Akemi Nagao, Maria Walser, Paolo Amerio (TOUR), Jorge Rodolfo de Hoyos (TOUR), Robin Rohrman (Tour)
BÜHNE/ KOSTÜM: Atelier LANIKA
BÜHNENMITARBEIT: Nicole Nowak(TOUR), Betti Pommer(TOUR)
MUSIK: Katharina Pelosi, Markus Thomas, Michael Tuttle
VIDEO: Miguel Murrieta Vásquez
VIDEO - SUPPORT: Jonas Plümke
LICHT/TECHNIK: Fabian Eichner
DRAMATURGIE: Strawula Panagiotaki
RECHECHE in Afghanistan: Stefan Haehnel (Video), Felix Meyer-Christian, Jascha Viestädt
STRINGER/ÜBERSETZER in Afghanistan: Ahmad Nasir Formuli
ÜBERTITEL: Anna-Lena Pappe
DOPPELPASS 2013/15 zwischen costa compagnie und Theater und Orchester Heidelberg
PERFORMANCE: Hans Fleischmann, Florian Mania, Nanette Waidmann
DRAMATURGIE/KOORDINATION: Sonja Winkel
PRODUKTIONSLEITUNG: Marlies Klink
PRESSESTIMMEN
“In eindrucksvollen Bild-, Sound- und Tanzkompositionen, arrangiert mit intelligent montiertem Text aus dokumentarischen und essayistischen Anteilen, gelingt es der
Performance-Gruppe „Costa Compagnie“, sich mit künstlerischen Mitteln Erfahrungen einer heterogenen afghanischen Gegenwart anzueignen, sie in einen politischen wie auch emotionalen Kontext zu
übersetzen und bei aller Bestürzung, einen Hoffnungsschimmer aufblitzen zu lassen.”
Theaterpur.net, 30.06.2016
“… die Truppe macht zuletzt auch ihre eigene Rolle zum Thema. Können und dürfen westliche Künstler für die Menschen Afghanistans sprechen, ohne dabei
deren Stimmen zu verfälschen oder in Moral-Kitsch oder in Kunst-Kolonialismus abzugleiten? Auf fantastische und smarte, wenn auch teilweise ausufernde Weise wird so die
Vielstimmigkeit und Widersprüchlichkeit im Umgang mit sogenannten Krisengebieten unmittelbar erfahrbar!”
Kronenzeitung, 09.04.2016
“Eine Afghanin sagt, dass nur eine einzige neu gegründete Mädchenschule gereicht hätte, um den Einsatz zu rechtfertigen. Ihr wird aber gleich auch
widersprochen. Die Stärke dieses Stücks ist es, dass es die Zerrissenheit des Landes zeigt und dabei Ursachen und die historische Entwicklung stark mit einbezieht. (…) “Conversion 2“
ist ein sehr überzeugendes Dokumentarstück für die Bühne geworden.”
SWR 2 (Südwest Rundfunk), 09.05.2015
“(…) unter all den gelisteten Vorschlägen für Theaterbesuche auch eine Produktion war, die eben jener Frage nach Kunst, Politik und Handeln tiefgründig,
mutig und gleichzeitig erfrischend offen am allerkonkretesten nachging, wie es vorher so noch nicht gesehen wurde: „Conversion – Nach Afghanistan“ am völlig überfüllten Ballhaus Ost
von der freien Gruppe Costa Compagnie. (…)
Die Gruppe selbst bleibt dabei nicht neutral und verweist nach einer klaren Benennung der Problematiken im Land und der Widersprüche des Westens in ihrem Abschlusstext auf die
Ungültigkeit einer kapitalistischen Kosten-Nutzen-Rechnung im Kriegsgebiet und fordert ganz utopisch „polyphone Prinzipien“ und eine Neuausrichtung des Denkens innerhalb der eigenen
Bewertung, um parallel sehr real-politisch ein Ende der Gewalt einzufordern – „mit welchen Mitteln auch immer“. Wer etwas dringliches von der Welt erfahren will und mehr auf “Art“
statt auf „Artivism“ setzt, muss diesen Abend gesehen haben.” www.nachtkritik.de / leserkritiken, 30.01.2016
CUM - EX PAPER, eine Recherche zum entfesselten Finanzwesen
Lichthof Theater
INSZENIERUNG/FASSUNG: Helge Schmidt
BÜHNE/KOSTÜM: ATELIER LANIKA
VIDEO: Jones Seitz
MUSIK: Frieder Hep
CHOREOGRAFIE: Jonas Woltemate
LICHT: Sönke Herm
RECHERCHE: correctiv, Oliver Schörm
PRODUKTIONSLEITUNG: Kaja Jaksztat, zwei Eulen
PRESSESTIMMEN
Am 18. Oktober 2018 um sechs Uhr morgens veröffentlichten 19 vom Recherchezentrum Correctiv koordinierte Medien zeitgleich den größten Steuerraub in der Geschichte Europas: Die CumEx-Files. Das Theaterteam um Regisseur Helge Schmidt begleitete den journalistischen Prozess über Monate und bringt ihn exklusiv auf die Bühne. Die „Cum-Ex Papers“ hatten die einmalige Gelegenheit, das Innenleben der Finanzwelt und des investigativen Journalismus dokumentieren zu dürfen. Die maßlose Gier auf der einen und die Spannung rund um den Scoop auf der anderen Seite entwickeln einen enormen Sog: Wie Wall Street und Spotlight in einem.
»Seriös, skandalös, performativ, zynisch, unterhaltsam und entlarvend.« Katrin Ullmann auf nachtkritik.de zur Uraufführung
»Selten war Theater so nah am Puls der Zeit« NDR 90,3
»Die Kunst macht das, was die Politik seit Jahren versäumt« Deutschlandfunk
»Eine Theater-Sternstunde« Hamburger Abendblatt
»Cum-Ex-Papers macht nicht nur großen Spaß, sondern hinterlässt auch ein Gefühl: Wut« DIE ZEIT
